RobbnRoll

Wenn Telefon und Handy klingen
Wage es nicht, aufzuspringen
Duck dich runter auf den Boden
Aufs Parkett mit Kopf und Hoden!

Du hörst, wie s an der Türe läutet
Du weißt genau, was das bedeutet
Du zuckst zusamm, dein großer Zeh
Schlägt an die Kante, es tut weh!

Keine Zeit, dies zu bedauern
Horchen, in der Ecke kauern
Außerhalb der dünnen Mauern
Könnten ja Gefahren lauern!

Was tun? Verdammt, was machst du nur?
Womöglich steht sie schon im Flur ...
Und während du dich fortbewegst
Am Boden robbst und überlegst ...

Die Fliesen schmerzen, schürfen, reiben
Doch du musst am Boden bleiben
Leise sein, kein Laut, kein Wort
So robbst du durch die Wohnung fort

Gelenk kaputt, Miniskus lose
Blut rinnt aus dem Loch der Hose
Hast, wie sich beim Schaun entpuppt:
Beide Knie dir wundgeschrubbt!

Egal, es gibt nichts zu verlieren!
Und weiter gehts auf allen Vieren
Wenns an der Türe nochmals läutet
Sind beide Knie schon gehäutet

Vom rauhen Teppich durchgewetzt
Muskelfasern, halb zerfetzt,
Fleischig, roh, du merkst entsetzt:
Ohnmacht droht! Gerade jetzt...

Du verdrehst die Augen,
Du fluchst leise:
Blutvergiftung!
Fiese Scheiße.


Text & Melodie © T. Mrazek / S. Mergenthaler NUSSKROKANT.DE
verlag der-tm.de

Originalversion 2004:
Featuring Scully Sitling (Vocals)

Flaschenwürger-Version 2010:
Featuring The Mighty Mighty Martin Gross & Tim (ohne Struppi) B.

RobbnRoll Originalversion 2004

RobbnRoll Flaschenwürger-Version 2010